Food Guide: Vegan essen in Sri Lanka

Die Nine-Arch Bridge in Sri Lanka

Ich war im April und Mai 2024 in Sri Lanka und habe eine Rundreise durch die halbe Insel gemacht. Neben allgemeinen Hinweisen über vegane Mahlzeiten in Sri Lanka gebe ich dir auch Restaurant und Hotel-Empfehlungen, bei denen das Reisen als Veganer*in mühelos und lecker war!

Wie einfach ist vegetarisch und vegan essen in Sri Lanka?

Kurz gesagt: ziemlich einfach. Rein pflanzliche Curries gehören in Sri Lanka fast überall dazu – selbst beim Frühstück. Mein absoluter Favorit war Dhal, aber ich habe auf der Reise viele verschiedene Sri Lankische Curry-Varianten probiert.

Ein weiteres Nationalgericht, was meines Wissens nach vegan oder vegetarisch ist, ist Kottu Roti, gehacktes Fladenbrot mit Gemüse und Gewürzen. Aber ehrlich gesagt war es nicht mein Highlight. Dafür habe ich mich in String Hoppers verliebt: feine Reisnudeln, die oft mit Curry und Coconut Sambal serviert werden und überall zu finden sind! 

Frisches Obst – vor allem Papaya – gab es morgens eigentlich immer. Zusätzlich wurden mir Coconut Roti als vegane Option angeboten. Allerdings bekam ich einmal auf Nachfrage die Auskunft, dass sie Honig enthalten. Mein Tipp: Frag lieber nach, bevor du diese süßen Pfannkuchen mit Kokos bestellst.

Mein bestes veganes Frühstück in Sri Lanka

Ella Festoon: Die Unterkunft selbst ist eher einfach, aber der herzliche Besitzer und das großartige vegane Frühstück bleiben in Erinnerung. Es gab so eine richtig große Auswahl, zum Beispiel Sandwiches mit Kartoffeln und Lauch. Jeden Tag gab es kleine Beutel, um die Reste für den Tag einzupacken. Sehr toll!

Ayubowan Lodge (Mirissa): Diese Unterkunft war eines meiner Highlights. Geführt von einem Franzosen und einer Einheimischen, die mich jeden Morgen mit frisch gekochtem, veganem Curry verwöhnt hat. Dazu gab es einen netten Plausch und guten Kaffee. Die Aromen war so klasse, ich habe dort das beste Reis und Curry der Reise gegessen.

Empfehlungen für vegane Restaurants in Sri Lanka

Mirissa:

Surfing Wombats: Vegane Pizza aus dem Steinofen und das direkt am Meer. Zugegeben, nicht ganz günstig – aber geschmacklich absolut überzeugend. Ich war zwei Mal dort.

Zwei vegane Pizzen in Mirissa, Sri Lanka

Hey Mama: Mein Lieblingsrestaurant in Mirissa! Hier konnte ich traditionelle Gerichte in veganer Variante probieren. Besonders empfehlen kann ich das Veg String Hopper Kottu, das Sri Lankan Curry und den Avocado-Salat. Auch der Avocado-Toast mit Coconut Sambal war ein Highlight. Für das schöne Ambiente ist es zudem überraschend günstig.

Sigiriya:

Soul Food: Mein Lieblingsspot! Ich war gleich mehrmals dort, weil mir die Burger so gut geschmeckt haben. Die Aussicht auf den Sigiriya Rock ist spektakulär – und als Bonus konnte ich ein wildes Krokodil im Gewässer am Grundstück entdecken, und bei Einbruch der Dämmerung zeigte mir das aufmerksame Personal sogar einen Elefanten in der Ferne. Allein dafür schon ein echtes, wildes Highlight!

Auch das Hotel Sigiriya kann ich empfehlen: Beim Frühstück gab es vegane Optionen, und mittags konnte ich sogar à la carte bestellen (natürlich Rice and Curry). Preis-Leistung der Küche ist zwar ausbaufähig, aber die traumhafte Hotelanlage macht das wieder wett. Ich würde dort wieder unterkommen!

Ella:

Ella hat mich ein wenig an Ubud auf Bali erinnert: eine Hauptstraße, gesäumt von unzähligen Cafés und Restaurants – viele davon westlich geprägt, fast alle mit veganen Optionen. Vegan reisen und köstlich pflanzlich essen ist hier also wirklich kein Problem. Meine Highlights:

House of Kitchen: Der Besitzer ist selbst Veganer und wir hatten ein richtig tolles Gespräch und ich war direkt zwei Mal dort. Die Currys hier sind hier deftig und fantastisch!

Veganes Curry

Rainbow Café: Ein kleines Treehouse-Café mit gemütlicher Atmosphäre. Hier mochte ich besonders die Smoothie Bowls und die Veggie Fried Noodles.

Galle:

Ehrlich gesagt hat mir Galle insgesamt nicht so gefallen. Vieles wirkte sehr touristisch und an jeder Ecke werden Schlangen mit der Flöte heraufbeschworen oder Tourist*innen um den Hals gehängt – daher empfehle ich eher nur einen Tagesausflug. Kulinarisch gab es aber zwei Lichtblicke:

  • MARU mit leckeren veganen Poke Bowls (und gefühlt dem einzigen Laden mit AC)
  • Dumplings Café mit wirklich guten veganen Dumplings, auch glutenfrei!

Kandy:

Von den Betreibern des Soul Food in Sigiriya erfuhr ich, dass es auch in Kandy eine Filiale gibt – das hätte ich lieber ausprobiert! Stattdessen landete ich im „Vegan Tranquil Rose“, was leider gar keine Empfehlung wert ist und mein Anti-Tipp ist. Das Essen war nicht lecker und ich habe ein Haar im Essen inklusive. Es wirkte nicht so gut wie bei den google Bewertungen und eher Sketchy.

Tissamaharama:

Ich habe im Ziziphus Hotel in Tissamaharama eingecheckt, um von dort aus eine Safari im Yala Nationalpark zu machen, Die kleine Stadt hat nicht viel, weshalb es toll war, dass das Airbnb ein eigenes Restaurant mit dabei hatte. Es gab also abends veganes Curry und für die Safari auch etwas Veganes, wenn auch simples Frühstückspaket: Brot mit Jam, Bananen und Saftpäckchen.

Tuk tuk vor dem Strand in Mirissa, Sri Lanka

Tolle srilankanische Produkte für Veganer*innen

Neben all den Restaurants habe ich in Sri Lanka auch ein paar Produkte entdeckt, die sich perfekt für unterwegs oder als kleines Mitbringsel eignen:

Sacks: Super Cream Crackers gibt es wirklich an jeder Straßenecke, und sie sind vegan! Die herzhaften Cracker waren für mich ein kleiner Lebensretter zwischendurch. Genauso wie Plantain Chips.

Samahan Tee: Eine traditionelle Kräutermischung, die nicht nur wohltuend schmeckt, sondern auch gegen Erkältung beliebt ist. Mir hat’s bei einer kleinen Verschnupfung gut geholfen.

Siddhalepa Ayurvedic Wellness Balm: Ein Allrounder der Ayurveda-Heilkunde, ähnlich wie Tigerbalsam – perfekt bei Verspannungen und Kopfschmerzen. Ich nutze ihn auch heute noch regelmäßig und es ist wirklich ein praktisches Mitbringsel.

Pflanzliche Zimt-Seife: Riecht herrlich und ist ein schönes, nachhaltiges Souvenir. Gibt es in jedem Supermarkt zu kaufen.

Ceylon-Tee: Natürlich darf der berühmte Tee nicht fehlen und im Supermarkt günstig zu finden oder auf den Plantagen etwas teurer, weil man auch die Führung sozusagen mitbezahlt und ein tolles Geschenk.

Und was bei einer Reise nach Sri Lanka natürlich nicht fehlen darf: King Coconuts! Leider waren sie in vielen Restaurants gar nicht so leicht zu bekommen, auch wenn sie auf der Karte standen. Also eher am Straßenrand eine kaufen, auch wenn sie dann nicht gekühlt sind.

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